Gesichtspflege


Unser Gesicht ist nicht nur „Spiegel der Seele“, sondern die meiste Zeit über Zentrum der Aufmerksamkeit in der Interaktion mit unseren Mitmenschen. Denn während der zwischenmenschlichen Kommunikation liegt die das Augenmerk hauptsächlich auf dem Gesicht. Wer möchte da nicht mit einem strahlenden Antlitz punkten?

Die „zehn Gebote“ für strahlende, gesunde Haut

1.Als oberste Grundregel gilt selbstverständlich eine gesunde Ernährung. Die Haut zählt neben Leber und Niere zu den wichtigsten Entgiftungsorganen – und wenn jene mit zu vielen Giftstoffen überlastet werden, fungiert die Haut als Ausscheidungsorgan. Unreinheiten sind die Folge.
2.Nachts hat die Haut ihre Regenerationsphase und arbeitet dann völlig selbständig. Ausreichend Schlaf ist deshalb überaus wirksam, und obendrein absolut kostenlos!
3.Die Haut schwitzt über Nacht Schadstoffe aus, Wasser reicht deshalb nicht zur morgendlichen Reinigung aus.
4.Ebenso wenig genügen Reinigung und Gesichtswasser. Flüssigkeit sucht sich immer den kürzesten Weg und verdunstet, wenn nicht zumindest eine leichte Pflege aufgetragen wird.
5.Synthetisch hergestellte Glycerine und Paraffine sollten vermieden werden. Letztere werden auf Basis billigen Mineralöls hergestellt und verstopfen die Poren.
6.Je reifer die Haut, desto reichhaltiger sollte die Pflege sein. Die Haut einer/s Zwanzigjährigen hingegen würde eine Anti-Falten-Creme mit Nährstoffen regelrecht „überversorgen“.
7.Im Sommer braucht die Haut eine eher leichte Pflege, im Winter schützt eine reichhaltigere Creme der Kälte.
8.Mäßige Sonnenbestrahlung darf ruhig sein, sie liefert der Haut Energie und ist wichtig für essentielle, in den Zellen ablaufende Prozesse.
9.Zu viele Kosmetikserien „durchzuprobieren“ stört das Gleichgewicht der Haut. Mit einem Minimum an Pflege ist mehr gewonnen.
10.Absolut wichtig ist dabei eine auf den Hauttyp abgestimmte Pflege!

Wie finde ich die ideale Pflege für mich?

Spannt die, fehlt überwiegend Wasser, schuppt sie sich, braucht sie vor allem Fett. Fett allein reicht jedoch nicht aus! Man vergleiche: Ein trockener Schwamm kann einen Tropfen Flüssigkeit nicht aufnehmen, sofern er nicht vorher durchfeuchtet wurde. Optimal ist eine Wasser-in-Öl-Emulsion. Aggressive Produkte mit Alkohol-Gehalt sollten besser vermieden werden.

Reagiert die Haut schnell auf Witterungsumstände, neigt zu Allergien oder ist öfter gerötet? „Rote Bäckchen“ sind meist ein Zeichen für sensible Haut. Hier ist Vorsicht mit synthetischen und ätherischen Duftstoffe geboten, die Pflege sollte auf einige wenige Inhaltsstoffe beschränkt bleiben. Auch Peelings tun sensibler Haut nicht unbedingt gut. Waschgels oder Waschcremes trocknen zu sehr aus, Gesichtsmilch ist daher eher empfehlenswert. Besonders im Winter braucht die Haut Schutz.

Wenn die Haut schnell glänzt und sich fettig anfühlt, können Waschgels mit einer leichten Feuchtigkeitspflege kombiniert werden. Neigt die Haut darüber hinaus zu Unreinheiten, sollte mittels spezieller Kosmetikserien die Talgproduktion reguliert werden.
Trockene Wangenpartien und eine glänzende T-Zone sind die typischen Merkmale der Mischhaut. Auch hier sollte man mit Experimenten vorsichtig sein. Besser ist es, auf eine passende Serie zurückzugreifen, die eine optimale Fett-Feuchtigkeits-Balance sorgt.

Der Mythos von der trockenen Haut

Vor allem Frauen halten ihre Haut oftmals für zu trocken. Dabei sind Fältchen nicht immer altersbedingt, sondern oft reine Trockenheitsfältchen! Zwei bis drei Liter am Tag sorgen für pralle Zellen und sichtbar straffere Gesichtshaut – vielleicht hilft es ja schon, konsequent sein Trinkverhalten zu ändern?